Nachdem sich in den letzten Jahren immer mehr Menschen nach ihrem Tod verbrennen lassen gibt es nun eine neue Alternative aus Schweden: Gefriertrocknen.
Dabei handelt es sich um eine besonders umweltfreundliche Methode, die von der in Göteborg ansässigen Firma Promessa Organic unter Leitung der schwedische Biologin Susanne Wiigh-Mäsak entwickelt wurde.Bei diesem Verfahren wird der Leichnam zuerst tiefgefroren und anschließend bei -200°C in flüssigem Stickstoff gefriergetrocknet. Der dadurch spröde gewordene Körper wird durch schüttlen zerkleinert und im Vakuum wird ihm das restliche Wasser entzogen. Zuletzt werden noch Fremdkörper wie künstliche Gelenke oder Zahnfüllungen entfernt.
Das übrige Pulver kann in kleinen biologisch abbaubaren Särgen in nur 30cm tiefe vergraben werden und wird so viel schneller dem natürlichen Kreislauf wieder zugeführt. Nach nur einem halben Jahr ist die Verrottung abgeschlossen.
Pflanzen auf dem Grab können diese Nährstoffe des Kompostes aufnehmen sagt die Biologin, die selbst gerne unter einem weißen Rhododendron begraben werden würde.
Die schwedische Stadt Jönköping ist zum Bau einer Pilotanlage bereit und das Verfahren ist sicherheitshalber schon in 35 Ländern zum Patent angemeldet.
Gefriertrocknen statt verbrennen
1. Dezember 2008 um 18:28 (Bestattungsarten)
Tags: Bestattung, Gefriertrocknen
Silberblut sagte,
2. Dezember 2008 um 17:52
Kann man die Krümel dann auch aufm Meer verstreuen lassen?
Weil sonst find ich das doof :-p
Ich will verstreut werden….
vakilando sagte,
2. Dezember 2008 um 18:03
Hmm… noch ist das ganze ja ohnehin nicht „erlaubt“…
Aber wieso sollte das nicht gehen… Ich bin da sehr zuversichtlich…
Silberblut sagte,
3. Dezember 2008 um 12:50
Verstreust du mich dann auch?
vakilando sagte,
3. Dezember 2008 um 18:06
Klar, was immer du willst^^